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Auf domradio.de kann man unter der Überschrift Bodo Ramelow zum Linken-Protest gegen die Papstrede im Bundestag – Nachtreten? Schwierig! ein Interview mit dem Thüringer Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion, Bodo Ramelow, lesen. In dem Interview sagt Ramelow u.a.:

Wenn man eine Einladung ausspricht, auch diese Einladung, dann muss man ihr hinterher mit Höflichkeit folgen. Ich selber war als Vertreter des Deutschen Bundestages bei Benedikt XVI. zu einer Audienz. Da waren die kirchen- und religionspolitischen Sprecher des Bundestages gemeinsam dort. Für mich als evangelischen Christen war das eine spannende Veranstaltung. Und ehrlich gesagt, freue ich mich auch darauf, dass Benedikt XVI. im Augustinerkloster zu Erfurt meiner evangelischen Kirche zugesagt hat. Ich hoffe immer noch darauf, dass in Richtung Ökumene ein bisschen was in Gang kommt.

Dann kommt das Gespräch noch auf die SED: Weiterlesen …

Von Michael Ramminger habe ich folgenden interessanten Rückblick auf den Kirchentag erhalten:

Ich blicke zurück auf den 33. Evangelischen Kirchentag in Dresden und bin verwundert. Themen wie ziviler Ungehorsam, befreiende Theologien, engagierte Reden für Transformationsprozesse von unten, scharfe Kapitalismus- und Herrschaftskritik kommen mir in den Sinn. Was ist geschehen? Glauben wir den Zusammenfassungen des ZDF, dann ist der Kirchentag tatsächlich politisch gewesen! Und, ja, Aspekte wie der Atomausstieg, Afghanistaneinsatz, Stuttgart 21 kamen zur Sprache und wurden diskutiert. Außerdem gab es wieder mehr Resolutionen als bei den letzten Kirchentagen.

Genannt sei die Resolution „Für einen Raum für gleichgeschlechtliche Lebensformen in der Kirche“ und die Resolution „Gegen die Abschiebungen von Roma in die Republik Kosovo“. Vielleicht waren politische Themen beim diesjährigen Kirchentag mehr vertreten als in den letzten Jahren, vielleicht hat er sogar zur Politisierung von einzelnen Jugendlichen oder Gemeindemitgliedern geführt. Beim genauen Hinsehen fällt jedoch auf, dass ein übergeordnetes Thema fehlte und keine klare Positionierung des Kirchentags zu finden war. Weiterlesen …

Von Friedhelm Hengsbach SJ gibt es bei der Rosa Luxemburg Stiftung jetzt folgendes Standpunkte-Papier, auch als PDF:

Die Europäische Union steht Kopf – nicht vor Begeisterung, sondern vielmehr aus Sorge, Unruhe und Ratlosigkeit. Zahlreiche Menschen zweifeln daran, dass der real existierende Kapitalismus Recht hat, nur weil er in der Systemkonkurrenz siegreich war, und dass die finanzwirtschaftlichen und politischen Eliten in der Lage sind, mit der Finanzkrise fertig zu werden und die Verschuldungskrise europäischer Staaten zu bewältigen.

Die Sprache der Märkte

Die Politiker fühlen sich der «Sprache der Märkte» ausgeliefert. Als der Chefermittler zur Bankenkrise im US-amerikanischen Senat einen früheren Banker fragte: «Raubt es Ihnen nicht den Schlaf, wenn Sie daran denken, was Sie angerichtet haben, antwortete dieser: ‹Wir sind nicht verantwortlich, wirklich nicht. Sorry for that.›» Und sein Kollege erläuterte: «Solange die Musik spielt, musst du tanzen. Wenn sie aufhört, hast du ein Problem». Josef Ackermann übersetzte es in die heimische Sprache: Wir sind alle irgendwie Getriebene der Märkte. Der frühere Bundesbankchef Tietmeyer suchte es im Dialog mit einem deutschen Bischof so zu erklären: Die Regeln des Marktes gleichen den Naturgesetzen. Wie das Wasser nicht den Berg hinauf fließt, so wenig lassen sich die Funktionen des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs durch Moralpredigten oder durch Parlamentsbeschlüsse außer Kraft setzen. Nun sind die Funktionsregeln und Mechanismen der Märkte weder ein Tsunami noch ein Erdbeben. Weiterlesen …

Von Mathis Oberhof aus Wandlitz habe ich folgenden Bericht vom Kirchentag für diesen Blog erhalten:

Nach vier Tagen Kirchentag verstehe ich viele LINKE (in ihrem verbohrten Atheismus) noch weniger als vorher. Ich lese nicht nur auf Facebook, sondern auch z.B. in der taz

  • abfälliges über den angeblich unpolitischen Kirchentag,
  • die „abstoßende Margot-Käßmann-Superstar-Show“,
  • beim Blog „Lafontaines-Linke” streiten sich unterschiedliche Linke, wie verdummend Religion sei,
  • und im NEUEN DEUTSCHLAND steht fast gar nix.

Was ist wirklich geschehen? Weiterlesen …

Von Prof. Ulrich Brand habe ich seinen nachfolgenden Vortrag auf dem Forum „Der Ende des Wachstums? Aufbruch in eine solidarische grüne Moderne“ auf dem Evangelischen Kirchentag, 2. Juni 2011 in Dresden zur Veröffentlichung hier auf dem Kirchentagsblog der RLS erhalten. Ulrich Brand ist Professor für Internationale Politik an der Universität Wien und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland sowie Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages. – www.univie.ac.at/intpol

Konflikte um demokratische sozial-ökologische Transformationen

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Dresdner Kirchentag,

in meinem 10-minütigen Impulsreferat möchte ich mich thesenartig auf einige Aspekte konzentrieren, die mir für eine Diskussion um einen Aufbruch in eine solidarische Moderne wichtig scheinen. Weiterlesen …

v.l.n.r.: Bischof Dr. Zephania Kameeta, Katja Kipping, Cornelia Hildebrandt

Am 3. Juni 2011 stellten Bischof Dr. Zephania Kameeta, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia und Mitglied der Basic Income Grant Coalition Namibia, und Katja Kipping, stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE und Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag erstmals einen aufsehenerregenden Forschungsbericht in deutscher Sprache vor. Dieser Bericht untersucht die Wirkungen des 2008 weltweit erstmalig im namibischen Dorf Otjivero-Omitara eingeführten bedingungslosen Grundeinkommens. Mit dem Bericht soll nach der zweijährigen Testphase die landesweite Einführung geprüft werden. Zu den Ergebnissen führte Bischof Dr. Zephania Kameeta aus:

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Auch Lafontaines Linke – Das Blog zur Partei beschäftigte sich mit dem Kirchentag. In dem Beitrag von Tom Strohschneider heißt es u.a.:

Im sächsischen Landtag wurde darüber gestritten, ob und wie viele Veranstaltungen die konfessionelle Megaveranstaltung im Parlament abhalten darf. CDU und FDP lehnten eine übermäßige Inanspruchnahme durch die Kirche ab – wohl weniger aus laizistischer Überzeugung. Die Liberalen sprachen es offen aus, ihnen ist Programm und Referentenliste des Kirchentags offenbar zu links. Weiterlesen …

In der Informationstafel der Abgeordneten des Europaparlamentes findet sich folgender kleiner Gruß:

Gestern debattierte die Rosa Luxemburg Stiftung mit Gästen über

Gerechter Friede – Friedensstrategien für Afghanistan?

Auf dem Podium saßen: Andreas Zumach (Journalist, Genf), Pastorin Elfriede Begrich (Alt-Pröpstin, Erfurt/Berlin), Dr. André Brie (DIE LINKE, Wuster-Terhofen), Dr. Cornelia Ernst (MdEP DIE LINKE, Dresden).

Einen Videomitschnitt dieser spannenden Diskussion finden Sie unter folgendem Link: http://www.ustream.tv/recorded/15137135

Der dritte Kirchentagstag beginnt für mich mit ganz neuen Ansichten. Da ich gleich mit dem Team der RLS zum Kirchentagsgelände fahre, bin ich schon eine Stunde bevor die Türen für die Besucher geöffnet werden auf dem Markt der Möglichkeiten. Im Gewusel bereiten sich ganz viele Standbesatzungen auf den neuerlichen Menschenandrang vor.  Während ich das Treiben beobachte, kommen einige Kolleginnen und Kollegen von Nachbarständen auf mich zu, die offensichtlich auch aus Thüringen kommen. Vertreterinnen einer Krebs-Selbsthilfegruppe, der Verband der Organspender, die Nierentransplantierten – alle bitten mich für Fotos und Gespräche an ihren Stand. Ein schöner Start in den Tag :o ).

 

Mit Kerstin Griese am Stand der SPDIm Tagesverlauf statte ich dann dem Stand der SPD einen Besuch ab, denn Kerstin Griese, die religionspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, und Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter sind da. Da ich mit beiden seit vielen Jahren an verschiedenen Stellen gut zusammengearbeitet habe, freue ich mich sie nun hier in Dresden zu treffen. Nachdem ich schon eine Weile da sitze, kommt auch noch der kurzzeitige bayrische Ministerpräsident Günter Beckstein hinzu. Wir sind uns einig, dass wir beide – er als Protestant in der CSU und ich als Christ in der LINKEN – wissen was es bedeutet Teil einer Minderheit zu sein.

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