Flashmob für Gerechtigkeit

Flashmob

Irgendwann, irgendwie landete ein kleiner Flyer an unserem Stand: Ihr Reiseplan für einen anderen Kirchentag München 2010. Reisebegleiter sind viel und vielfältige Organisationen von attac über Brot für die Welt bis zur Katholischen Arbeitnehmerbewegung. Die Reise beginnt vor 2000 Jahren mit dem Wort von Jesus:

Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes komme. (Markus, Kapitel 10 Versw. 25.)

Im Mai 2010 steht der Reisezug am Scheideweg. Entweder wir mache weiter wie bisher, die Armen werden ärmer und die Reichen reicher, Klimawandel geht weiter und Frustrierte wenden sich rechten Rattenfängern zu. Oder aber

Der ökumenische Kirchentag setzt ein Zeichen für soziale Gerechtigkeit.

Teil dieses Zeichens ist der Flashmob für Gerechtigkeit. Flashmob ist eine neue Aktionsform, die schon viele Anhänger gefunden hat. „Flash“ (=Blitz) bedeutet hier so viel wie „blitzartig“ oder „unerwartet“, und „mob“ steht für „Menschenmenge“.

Der „Flahmob für Gerechtigkeit“ ging dann so: Am Freitag versammeln sich die Teilnehmenden am Südende des Messe-Sees. Sie bewegen sich unauffällig und sprechen niemanden an. Sie achten auf ihre Uhr. Pünktlich um 12:52 Uhr fangen alle an, Lärm zu machen, zu pfeifen, zu klatschen und zu trampeln. Eine Minute lang. Um 12:53 Uhr holen alle das im „Reiseplan“ integrierte Poster mit einem lila Kamel hervor und halten es mit beiden Händen gut sichtbar empor. Sie drehen sich einmal langsam im Kreise und lassen dann die Hände sinken. Dann schließen sich alle einer kleinen Karawane an, gehen gemeinsam einen kurzen Weg. Nach wenigen Minuten endet die Aktion.

Eine kleine Aktion, ein Zeichen, nicht mehr. Auf jeden Fall originell – und geeignet Bilder für die Medien zu produzieren. Neben dieser Aktion gibt es zahlreiche Veranstaltungen „mit dem Kamel“, im Kirchentagsprogramm und außerhalb. Tatsächlich begegnet man dem Kamel auf Schritt und Tritt in den Messehallen. Es gibt eine Unterschriftenaktion: Die Kirchen können und müssen ihre Stimmen erheben, wir wollen ein neues ökumenisches Sozialwort und wir wollen es mitgestalten.

Fair teilen statt sozial spalten!

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Ein Gedanke zu „Flashmob für Gerechtigkeit

  1. Ich selbst habe von dieser Aktion auf dem Kirchentag nichts mitbekommen, aber schon interessant was man mit etwas „Bewegung“ alles erreichen kann.

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