“Gott und die Welt” auf Lafontaines Linke

Auch Lafontaines Linke – Das Blog zur Partei beschäftigte sich mit dem Kirchentag. In dem Beitrag von Tom Strohschneider heißt es u.a.:

Im sächsischen Landtag wurde darüber gestritten, ob und wie viele Veranstaltungen die konfessionelle Megaveranstaltung im Parlament abhalten darf. CDU und FDP lehnten eine übermäßige Inanspruchnahme durch die Kirche ab – wohl weniger aus laizistischer Überzeugung. Die Liberalen sprachen es offen aus, ihnen ist Programm und Referentenliste des Kirchentags offenbar zu links. Zwar pappt überall das Religiöse drauf, sonst aber liest sich die Agenda tatsächlich wie die einer Attac-Konferenz. Die 33. Ausgabe des Kirchentags ist den großen Krisen gewidmet, es geht um Wachstum, Umwelt, Klima, Finanzmärkte. Dass das ein Umfeld ist, in dem die Linkspartei Anknüpfungspunkte findet, verwundert da nicht. Am Stand der Rosa-Luxemburg-Stiftung treten Politiker der Partei auf, es gibt einen Empfang der Fraktionen und auch ein „Linkes Seminar zum Kirchentag“.

Das wird bei einige ein paar alte Reflexe stören, wirft aber eine durchaus neue Frage auf: Die Linke und die Kirche – geht da was? Nach all der Geschichte? Und bei all der Gegenwart? Wegen oder trotz einer Glaubensorganisation, die ihre Beschäftigten in Sonderrecht hält und staatliche Privilegien beansprucht? Das Thema Linkspartei und Kirche ist in den vergangenen Monaten ein wenig aufgelebt.

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