Bodo Ramelow auf domradio.de

Auf domradio.de kann man unter der Überschrift Bodo Ramelow zum Linken-Protest gegen die Papstrede im Bundestag – Nachtreten? Schwierig! ein Interview mit dem Thüringer Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion, Bodo Ramelow, lesen. In dem Interview sagt Ramelow u.a.:

Wenn man eine Einladung ausspricht, auch diese Einladung, dann muss man ihr hinterher mit Höflichkeit folgen. Ich selber war als Vertreter des Deutschen Bundestages bei Benedikt XVI. zu einer Audienz. Da waren die kirchen- und religionspolitischen Sprecher des Bundestages gemeinsam dort. Für mich als evangelischen Christen war das eine spannende Veranstaltung. Und ehrlich gesagt, freue ich mich auch darauf, dass Benedikt XVI. im Augustinerkloster zu Erfurt meiner evangelischen Kirche zugesagt hat. Ich hoffe immer noch darauf, dass in Richtung Ökumene ein bisschen was in Gang kommt.

Dann kommt das Gespräch noch auf die SED:

domradio.de: Ist die Reaktion von Teilen ihrer Partei, was den Papstbesuch betrifft, auch ein Zeichen dafür, dass sie als Nachfolgepartei der SED noch nicht in der Gegenwart angekommen sind?
Ramelow: Ehrlich gesagt, finde ich die Fokussierung auf die Bundestagsfraktion der Linken etwas schräg, weil es war in der SPD die AG Laizismus, die zugelassen werden wollte. Und es kam aus der SPD die klare Absage, dass der Papst doch bitte wieder ausgeladen werden sollte. Ich höre ähnliche Töne bei den Grünen, wo Volker Beck sich eindeutig geäußert hat. Es scheinen doch nicht nur die Stimmen der Linken zu sein. Und: Nein, es sind nicht die Ostdeutschen, es auch überwiegend Westdeutsche aus der Bundestagsfraktion, die haben mit der SED wirklich gar nichts zu tun.

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