Konzept zur Präsentation der RLS auf dem 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag

…Wir haben den längeren atem
wir bauen die menschliche stadt
mit uns sind verbündet die rechtlosen in den anstalten
und die landlosen in den städten

 

Dorothee Sölle
(Argumente für die Überwindung der Ohnmacht)

 Ausrichtung des Kirchentags 2013

Die Stadt Hamburg wird zum vierten Mal Gastgeber für den Deutschen Evangelischen Kirchen­tag (1.-5. Mai 2013) sein. 1953 stand der Kirchentag unter dem Thema: „Werft Euer Vertrauen nicht weg“, 1981: „Fürchte Dich nicht“ und 1995: „Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist“. Das Motto 2013 heißt: „Soviel du brauchst“ (2. Mose 16,18).

Der Kirchentag 2013 findet wieder einmal in einem Wahljahr statt und beginnt am 1. Mai – dem Tag der Arbeit, der auch von Seiten des Kirchentagspräsidiums bewusst gestaltet werden soll. Für den Nachmittag des 1. Mai sind von 15.00 – 18.00 Uhr an unterschiedlichen Orten „Brückenveranstaltungen“ vorgesehen, die so in das Kirchentags-Geschehen eingebaut werden sollen, dass sich sowohl Hamburger wie auch die ca. 100.000 erwarteten Gäste des „Abends der Begegnung“ am Beginn des Kirchentags angesprochen fühlen.

Die Hamburger Kirchentage gelten – geprägt auch durch das säkulare Image der Stadt – weltoffen und ökumenisch. Das wird auch für den Kirchentag 2013 erwartet, zu dessen Schwerpunkten interreligiöse Dialoge gehören. Das meint nicht nur den Dialog miteinander, sondern auch das gastgebende Selbstverständnis der verschiedenen Hamburger Religions- und Glaubens­gemeinschaften, die während des Kirchentags zu sich einladen. Geplant sind u.a. verschiedene Moschee-Führungen und die Einladung zur orthodoxen Osternacht zum 5. Mai. Das tibetische Zentrum lädt ebenso wie die chinesische Gemeinde ein. Über 80 afrikanische Kirchengemeinden unterbreiten ihre Angebote zum Kirchentag.

Für die ökumenische Ausrichtung stehen auch die Vertreter des bereits 2009 gewählten Kirchentagspräsidiums mit der Ethnologin Karin von Welck, Professor Eckhard Nagel, Mitglied des Ethikrates in Deutschland und ständiges Mitglied der Kommission für Organtransplantation der Bundesärztekammer, Katrin Göring-Eckardt, Politikerin Bündnis 90/Die Grünen und dem Rechtsprofessor Gerhard Robbers – der Kirchentagspräsident 2013, der sich z.B. ausdrücklich für den Körperschaftsstatus der muslimischen Gemeinden nach dem Beispiel der Kirchen ausspricht. 2010 hat er sich publizistisch mit dem Streikrecht für kirchliche Mitarbeiter auseinandergesetzt.[1]

Auch dieser Kirchentag steht auf vier Säulen: dem geistlichen Programm wie u.a. den Gottesdiensten, Feierabendmahlen, Bibelarbeiten und dem Markt der Möglichkeiten. Bibelarbeiten sind schon lange nicht mehr nur Sache von Theologen: Die Bibelarbeiten mit z.B. Angela Merkel waren auf den  letzten Kirchentagen mit 5.000 – 6.000 Menschen immer „überfüllt“. Thematisch reichen diese von theologischen Themen bis zu Fragen von Börsenprofiten. Geplant ist eine Themenacht an der u.a. der Theologe Fulbert Steffensky (Ehemann von Dorothee Sölle, †2003) und die Theologin Margot Käßmann mitwirken werden. Möglicherweise soll an die „politischen Nachtgebete“  erinnert werden, die als politische Gottesdienste unter maßgeblicher Mitwirkung von Dorothee Sölle entwickelt wurden. Sie, die engagierte, kämpferische Theologin, die ständig zu kirchen- und gesellschaftskritischem Denken herausforderte, soll auf diesem Kirchentag anlässlich ihres 10. Todestages besonders gewürdigt werden.[2]

Thematisch orientiert sich der Kirchentag entlang den Themenkomplexen: Vielfalt der Religion, Partizipation und Demokratie und ethisches Wirtschaften, zu denen auch die zentralen Haupt­podien des Kirchentags mit jeweils 5.000 – 6.000 Teilnehmern stattfinden. Als Referenten für die Hauptvorträge haben bereits zugesagt u.a.: der tschechische Ökonom Thomas Sedlacek, Prag (u.a. Autor des Buches: „Die Ökonomie von Gut und Böse“) die israelische Soziologin Eva Illouz, Hebrew University Jerusalem (u.a. „Liebe im Kapitalismus“), die bereits auch Referentin der Rosa Luxemburg Lectures der Stiftung war, und der Globalisierungskritiker Jean Ziegler, Schweiz.

Zum Motto des Kirchentags 2013

Das Motto des Kirchentags: „Soviel du brauchst“ (2. Mose 16,18)  erinnert an die durch Moses organisierte Flucht der hebräischen Sklaven aus Ägypten, die den Auftrag bekamen, eine völlig neue Gesellschaftsordnung ohne Sklaverei zu errichten. Doch der Weg in die Frei­heit führte zunächst durch die Wüste, brachte Erschöpfung und Hungersnot, so dass der Sinn der gewonnenen Freiheit den Geflüchteten fraglich wurde. In dieser Situation bedeuten die tröstenden Worte Moses: „soviel du brauchst“ keineswegs einen biblischen Aufruf im Überfluss das richtige Maß zu finden, sondern das Versprechen, dass es in der Wüste so viel Ver­pflegung geben wird, wie für das Überleben der Befreiten nötig ist. Der Protest der Befreiten ging sogar so weit, dass sie sagten: „…dann doch lieber Sklave bleiben und satt sein“. In dieser Grunderfahrung wurzelt die politische Überzeugung, dass kein Mensch jemals Menschen versklaven darf.

In welcher Weise der Kirchentag dieses Motto: „Soviel du brauchst“ in seinem ursprünglichen Zusammenhang diskutieren wird, ist offen. Die ersten Überlegungen auf den Webseiten des Kirchentags, verbunden mit dem säkularen Image der Stadt Hamburg beziehen sich eher auf „bürgerschaftliches Engagement für Schwächere“, auf „richtiges verantwortungsvolles Wirtschaften“ in der Tradition des „ehrbaren Kaufmanns“, als auf den eindeutigen Konflikt der befreiten hebräischen Sklaven mit Moses, der Freiheit revolutionär deutet.

Der Hamburger Kirchentag soll ein „ökumenischer“ Kirchentag werden, der sich auch mit der Frage nach dem „guten Leben“  – bereits jetzt findet sich auf der Webseite zum Kirchentag ein Beitrag unter dem Titel: „Wo bitte ist das gute Leben?“ (15.10.2012), in dem u.a. das Hamburger Zentrum: „Umwelt, Frieden und globale Gerechtigkeit“ vorgestellt wird. Wichtig sei es – heißt es in diesem Beitrag – die „richtigen Fragen zu stellen“ wie eben die Frage nach dem „guten Leben“. Aus der Sicht von Reinhard Höppner, langjähriges Mitglied des Präsidiums des Kirchentags und ehemaliger Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, werde diese Frage in Deutschland „zu viel nach materiellen Gesichtspunkten definiert“, hinter der anderes zurückbleibe wie ein gutes Leben als Gleichgewicht und innere Harmonie.

Das „gute Leben“ soll auch verbunden sein mit gerechten Beziehungen, die allerdings schwieriger zu erreichen seien, wie der Umgang und der Zugang zu Energie (Stichwort: Energiegerechtigkeit), die ungerecht „von Monopolisten“ verwaltet würden.

Neben dem Thema globaler Gerechtigkeit will sich der Kirchentag auch der Friedensfrage und – so Höppner – den „kommenden Kriegen um Rohstoffe“ kritisch zuwenden. Die heutigen Flüchtlingsströme „könnten sich durch die Klimaflüchtlinge vervielfachen“.[3] Um das Gewicht dieses Themas auch sichtbar zu betonen, zeigt die Kirchentagsseite selbst die Pace-Fahne. Bei einer weiteren Zuspitzung der Konflikte und der drohenden Ausweitung von Kriegen z.B. in Syrien, im Libanon und Pakistan könnte das Friedensthema zu einer der prägenden Herausforderung dieses Kirchentages werden.

Faktenscheck und Hamburger Besonderheiten

Auch 2013 wird es auf dem Kirchentag ca. 2.000 Veranstaltungen geben. Für den „Markt der Möglichkeiten“ haben sich 800 Gruppen angemeldet, d.h. auf diesem Terrain des Kirchentages werden ca. 8.000 aktiv Mitwirkende dabei sein.

Der Kirchentag findet in den Messehallen statt, die sich inmitten des Zentrums der Stadt befinden. Darüber hinaus wird es natürlich überall in Hamburg, vor allem auf dem Rathausmarkt, dem Fischmarkt, an der Strandpromenade wie auch auf der Reeperbahn Veranstaltungen geben.

Kultur spielt auf Kirchentagen eine zunehmend wichtige Rolle. Aus einer Vielzahl von Bewerbern wurden 238 Kleinkunst-Gruppen – neben den großen Konzerten – ausgewählt, die nicht nur auf dem Markt der Möglichkeiten ihre Programme darbieten werden. Außerdem verpflichtet sich dieser Kirchentag Neues zu wagen: auf dem Kirchentag wird eine Oper uraufgeführt zum Leben und Werk von Dietrich Bonhoeffer, in der die Grundmotive seines Lebens und Werkes aufgegriffen werden.

Die Rosa Luxemburg Stiftung präsentiert sich auf den Kirchentagen seit Jahren mit Porträts von Rosa Luxemburg, Dorothee Sölle, Dietrich Bonhoeffer und Ernesto Cardenal. Das wird auch 2013 wieder so sein: wir präsentieren also Personen, die noch immer zum gesellschaftlichen Handeln Freiheit von Sklaverei herausfordern. Angesichts der herausgehobenen Würdigung von Dorothee Sölle wie auch Dietrich Bonhoeffers durch den Kirchentag selbst, sollten wir als RLS zu beiden professionell bearbeitete Handouts bereit stellen.

Es wird in der Handelskammer Hamburgs ein Zentrum für Geschlechtergerechtigkeit geben und einen „Ideensalon“. Es wird Planspiele geben gegen Rechtsextremismus, ein  World-Café  – nähere Informationen und über die konkreten Programme werden wir auch auf dem Blog „RLS auf  dem Kirchentag“ anbieten.

Thematisch wichtig ist das Thema: Inklusion, d.h. einschließlich für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Dazu gehört Barriere-Freiheit wie auch die Gestaltung des Eröffnungsgottesdienstes mit leichter Sprache, d.h. kein Satz wird mehr als fünf Worte enthalten. Der Gottesdienst wird im Fernsehen übertragen.

Der Kirchentag will nun schon fast „traditionell“ Zeichen setzen im Umweltbereich und dies bei Verpflegung (Klima-effiziente Verpflegung), Fahrrad-Verleih während des Kirchentages und mit umweltfreundlich gestalteten, möglichst fair gehandelten Produkten.

Technische Neuerungen gibt es auch – so kann das Kirchentags-Programm über Smartphone abgefragt werden.

Neuerungen für den Markt selbst: Marktresolutionen und Marktthemen

Es gibt 6 Themenbereiche, wobei alle politischen Stiftungen und parteinahe Gliederungen im Themenbereich 4 – Gesellschaftliches und Bürgerschaftliches Engagement – angesiedelt sind.

Es ist möglich, zu zentralen gesellschaftlichen Fragen Resolutionen zu formulieren und diese bei der Marktleitung anzumelden. Diese (eigene wie die anderer Mitwirkender) können dann zur Unterschrift ausgelegt werden. Bei entsprechender Anzahl von Unterschriften können sie zu Resolutionen des Kirchentags werden. So sammelte z.B. 2011 die Aktion Sühnezeichen 3.000 Unterschriften gegen Abschiebung von Roma, die damit zur Marktresolution des Kirchentags wurde. Marktresolution können jetzt angemeldet werden. Ab dem 1. März 2013 bis zum 4. Mai 2013 können die Mitwirkenden der teilnehmenden Gruppen des Kirchentags dann über vorliegende Resolutionen abstimmen. Wenn eine Resolution über 1.600 Mitwirkende unterschreiben (die Hürde wurde von 3.000 auf 1.600 herabgesetzt), erhält sie den Rang einer Marktresolution. Aus unserer Sicht sollte die RLS nicht prioritär eigene vorschlagen, sondern eher Themen und Initiativen anderer linker Organisationen aufgreifen und unterstützen, wie z.B. der Aktion Sühnezeichen.

Es gibt auf dem Marktplatz nicht nur die Marktplatzveranstaltungen, sondern auch – und das ist neu – das „Marktthema“ – ein neues Format mit Seminarcharakter. D.h. innerhalb des Kirchentags werden Räume für Seminare für  40 – 60 Personen angeboten, um die man sich – wie auch bei den Marktplatzveranstaltungen – bewerben kann. Um die Technik muss man sich bei Bedarf selbst kümmern, bei den Veranstaltungen auf den Marktplätzen wird sie gestellt.

Präsentation der Rosa Luxemburg Stiftung:

Die RLS wird sich wie die anderen politischen Stiftungen ebenso im „politischen“ Bereich des Kirchentags – dem „Markt der Möglichkeiten“ im Bereich: „Bürgerschaftliches Engagement“ in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stand der Partei DIE LINKE präsentieren.

Wir werden in bewährter Weise als Sichtblende unseres Standes den Buchtitel: „Leben ist mehr als Kapital“ der Befreiungstheologen Professor Franz Hinkelammert (Costa Rica) und Professor Ulrich Duchrow (Deutschland) präsentieren und uns damit unmittelbar mit der Losung des Kirchentags „Soviel du brauchst“ auseinandersetzen. Dabei wollen wir den biblischen Kontext des Kirchentagsmottos: den der Befreiung von Sklaverei aufgreifen und ins Verhältnis setzen mit der Forderung nach Gleichheit und Gerechtigkeit. Wir wollen vor allem auch auf die strukturellen, systemischen Voraussetzungen verweisen, in denen der Mensch frei in Würde, sozialer Sicherheit und solidarisch leben kann.

Wir wollen die Interpretation des Kirchentagsmottos ergänzen um die Fragen des Mangels, und seine strukturellen, gesellschaftsprägenden Ursachen diskutieren. Mit Unterstützung der Auslandsbüros der Stiftung soll eine kleine Dokumentation „…woran es weltweit mangelt“ für den Kirchentag zusammengefasst und vor Ort gezeigt werden und ergänzend sollen hierzu Postkarten (auch als online-Variante auf der Webseite: RLS auf dem Kirchentag) zur Verfügung gestellt werden.

Für die Präsentation der RLS werden folgende Themen eine zentrale Rolle spielen:

„Waffenkammer Deutschland?“– beantragte Marktplatzveranstaltung auf dem Kirchentag

Rüstungsexporte sind menschenverachtend, Teil eines sich zunehmend autoritär ausrichtenden neoliberalen Finanzmarktkapitalismus. Unter Einbeziehung der Autoren des jährlichen kirchlichen Rüstungsexportberichtes der GKKE (Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung) von 2011, der Vertreter der Friedensdekade (Titel der Friedensdekade 2011 unter der Schirmherrschaft von Margot Käßmann hieß: „Es ist Krieg“) sollen die Folgen dieser Rüstungsexporte aufgezeigt, die dahinter liegenden Strukturen und Interessen dargestellt und die Möglichkeiten ihrer Eindämmung diskutiert werden. Angesichts der zunehmenden Präsenz der Bundeswehr auf den Kirchentagen (sie verfügt über einen der größten Stände auf dem Markt der Möglichkeiten) wird die Präsentation linker Arbeiten der RLS zu diesem Thema dringend gebraucht.

„Kapitalismus als Religion? – Nachdenken mit Texten von Dorothee Sölle  – beantragtes RLS-Seminar auf dem Kirchentag

Das Kirchentagsmotto „Soviel du brauchst“ wird von Seiten der Veranstalter vor allem kirchlich danach befragt, was der Mensch braucht und wieviel er braucht. Dies wird verbunden mit demgesellschaftlichen Auftrag der Kirchen – dem Dienst am Nächsten, der Sorge um ein gutes Leben in Frieden, sozialer Gerechtigkeit und unter Bewahrung der Schöpfung  mit dem auch dazu notwendigen Engagement des Einzelnen. Allerdings weniger gefragt wird nach den systemischen und strukturellen Ursachen des Kapitalismus und seiner krisenhaften Entwicklung, der wachsenden sozialen Ungleichheit, der Aushebelung demokratischer Verfahren und Entmachtung ihrer Institutionen. In den die Vorbereitung reflektierenden Texten wird kaum nach den systemischen Ursachen des weltweiten Mangels an Frieden, sozialer Gerechtigkeit, an Demokratie und Bewahrung der Schöpfung  gefragt. Wichtig wäre eine weltweite, notwendige Suche nach gesellschaftlichen Alternativen. Wir werden dazu Texte von Dorothee Sölle als Anregungen für weiterführende Diskussionen in die Diskussion einbringen und mit politischen Texten aus der den, diese zu ergänzen. Die Theologin Dorothee Sölle, deren 10. Todestag sich in diesem Jahr nähert, steht als Person und mit ihrem Werk für linkes gesellschaftliches Engagement und für interreligiöse Dialoge weltweit.

„Linke im interreligiösen Dialog in Zeiten der Krise“ – RLS-Seminar im Begegnungszentrum der Apostelkirche

Auch die Linken sprechen von der Krise oder den Krisen und beschreiben diese als große, multiple oder als Zivilisationskrise, als Krise des Finanzmarktkapitalismus. Wie aber lauten linke Antworten und warum gelingt es den Linken derzeit so wenig, mit ihren Analysen die Öffentlichkeit zu bewegen? Wie ist es zu schaffen, wieder offensiv gesellschaftliche Diskurse zu prägen – ungeachtet ihrer weltanschaulichen Begründungen? Wie kann ein linker Dialog zwischen Christen, Juden, Muslime, Marxisten und Sozialisten, Vertretern sozialer Bewegungen, bürgerschaftlichen Initiativen und NGOs entwickelt werden, aus dem heraus Linke wieder befähigt werden, mehrheitsfähige Gesellschaftsentwürfe und Projekte zu entwickeln? Dieses Seminar soll neben inhaltlichen Diskussionen dazu helfen, um über ein ständiges Forum des interreligiösen Dialogs an der RLS nachzudenken. Wir möchten einen gemeinsamen Raum schaffen, der geprägt sein soll von der gemeinsamen Suche nach gesellschaftlichen Alternativen und gangbaren Wegen.

Veranstaltungen vor und während des Kirchentags

Veranstaltung vor dem Kirchentag März/April 2013 der RLS in Hamburg
Veranstaltung zu Rüstungsexporten

mit Jan van Aken,dem Journalisten Hauke Friederichs (Die Zeit, Tagesspiegel, Cicero) mit seinem neuen Buch „Bombengeschäfte – Tod made in Germany“ – und einem Autor des kirchlichen Rüstungsexportberichtes der GKKE (Evangelischen und katholischen Kirche)
VA: Meinhard Meuche-Mäker  RLS Hamburg

Auf dem Kirchentag:

Beantragte Marktplatzveranstaltung 3. Mai, 11.30 (ca. 45 Minuten)
Waffenkammer Deutschland?

Vorstellung und Diskussion des Rüstungsexportberichtes der EKKIund linke Alternativen
mit den Autoren des Rüstungsexportberichts, Vertretern der Aktion Aufschrei (Matthias Blöser, Pax Christi), Vertretern der Linken: Jan van Aken/Christine Buchholz

Beantragtes Seminar: 3. Mai 14.30 – 16.00 Uhr
Kapitalismus als Religion? – Nachdenken mit Texten von Dorothee Sölle
mit Professor Ulrich Duchrow, Professor Franz Segbers, Bodo Ramelow, Jürgen Klute, MEP, Ilsegret Fink Pfarrerin i.R., Cornelia Hildebrandt u. a.  

Orte der öffentlichen Veranstaltungen der RLS außerhalb des Kirchentags

Für weitere Veranstaltungen außerhalb des Kirchentags steht der RLS der Saal des Jugendberatungszentrums (JBZ) der Apostelkirche (Adresse: Bei der Apostelkirche 6, 20259 Hamburg) zur Verfügung.

Bedingungsloses Grundeinkommen mit Katja Kipping
Veranstaltung am Donnerstag, den 2.5. 2013, 18.00 oder 19.00 Uhr  – ca. 2 Std.

Linke im interreligiösen Dialog in Zeiten globaler Krisen
Seminar am Freitag 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr, anschließend kleiner Imbiss
anzufragen:  Prof. Dr. Ulrich Duchrow, Rabbiner Walter Homolka, Christine Buchholz, MdB, Bodo Ramelow, Prof. Dr Franz Segbers, Dr. Michael Ramminger,


[1] Streikrecht in der Kirchevon Gerhard Robbers. 2010 Nomos. ISBN 978-3-8329-5500-7

[2] Die Theologin Dorothee Sölle war Friedenskämpferin, wirkte  in zahlreichen linken und ökumenischen Organisationen, war 1968 Mitbegründerin des Politischen Nachtgebetes. Sie beteiligte sich an Sitzblockaden u.a. gegen die NATO-Mittelstreckenraketen in Mutlangen und wurde sie wegen „versuchter Nötigung“ verurteilt. Diese Urteile wurden zum Teil später höchstrichterlich aufgehoben. Die streitbare linke Theologin war international bekannt für ihr engagiertes Eintreten für Frieden und soziale Gerechtigkeit.

 

Ein Gedanke zu „Konzept zur Präsentation der RLS auf dem 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag

  1. Nur soviel. Man kann finanzbedingt nicht selbst da sein, möchte aber das Folgende weitergeben. Neben den politischen Ursachen (80er Jahre 2mal 16 Tage Hungerstreik für gerechte Weltwirtschaftsbedingungen) sollten wir auch hier die Losung leben. Es zeigt sich schnell, dass man so selbst nur in Notnagelfunktion eine 10köpfige Familie vorm Nichteinschlafenkönnen vor Hunger bewahren kann. Aber auch immer noch mehr findet auf das sich verzichten lässt ohne selbst unterzugehen. Wie in den 40 Jahren Wüsten-wanderung, wie als die ganze Menschenmenge von 2 Fischen/5 Broten gesättigt werden konnte: weil da Gott selbst wirkt!

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