Papst Franziskus als Kapitalismuskritiker

Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg am 2.12. 2015:

Diskussion / Vortrag
Mit Dr. Michael Ramminger, katholischer Theologe, Institut für Theologie und Politik, Münster
Mittwoch, 02.12.2015 | 19:00 Uhr bis 21:30 Uhr

Vor-Ort-Büro-Hansaplatz, Hamburg
Zimmerpforte 8
20099 Hamburg

Reihe „Über Gott und die Welt“
Das Zeitalter der Aufklärung ist Geschichte, einen unaufhaltsamen Prozess der Säkularisierung gibt es seither nicht. Menschen entwickeln noch immer religiöse oder spirituelle Bedürfnisse, Linke eingeschlossen. Mehr noch: „Fundamentalisten“ in verschiedenen Religionen und Regionen scheinen auf dem Vormarsch. Marx wies seinerzeit darauf hin, dass Religionskritik die Voraussetzung aller Kritik sei und hat Religion doch zugleich als ideologischen „Ausdruck des wirklichen Elends“ und „Protestation“ dagegen beschrieben. Was sind Religionen, was wollen und können sie heute in der Welt sein? Ist linke Religionskritik überholt oder zwingender denn je?

Papst Franziskus als Kapitalismuskritiker 

In seinem ersten Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ hat sich der Papst überraschend pointiert als Kritiker des Kapitalismus gezeigt („Tyrannei des Marktes“, „Diese Wirtschaft tötet“) und mit seinem neuen Rundschreiben „Laudato Si“ zur Umweltkrise setzt er diese Linie fort. Ob das Konsequenzen habe für die Linke , fragt der Referent und meint: Wenn man nur liebgewordene Ressentiments über „die“ Kirche pflege, eher nicht. Eine differenzierte Analyse werde zeigen, „dass auch die Kirchen kein homogener Block sind, und Teile von ihnen durchaus bewegt und bewegbar sind“.

Die Reihe wird in 2016 fortgesetzt werden.

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg e.V.
Alstertor 20
20095 Hamburg

Telefon: 040 29882435
E-Mail: info@rls-hamburg.de

Kosten

2 Euro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.