Michael Brie: Eröffnung des Emil Fuchs Symposiums

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

herzlich möchte ich Sie und Euch zu dem Symposium von Rosa Luxemburg Stiftung und Leibniz-Gesellschaft zu Ehren von Emil Fuchs „Weltanschauliche Begründung einer Politik der Gerechtigkeit“ begrüßen. Der Dank gilt allen, die unserer Einladung gefolgt sind.
Gestern wurde der Gesprächskreis Weltanschaulicher Dialog der Rosa Luxemburg gegründet und das heutige und morgige Symposium bildet einen Einstieg in unsere gemeinsame Arbeit.
Unsere Stiftung ist nach der Sozialistin Rosa Luxemburg benannt. Unsere Arbeit misst sich daran, muss sich daran messen lassen, immer wieder neu, ihrem Anspruch gerecht zu sein: „Rücksichtsloseste revolutionäre Tatkraft und weitherzigste Menschlichkeit, dies allein ist der wahre Odem des Sozialismus.“
Wer so spricht, dem ist nicht fern, was uns Martin Buber für einen Dialog von Weltanschauung/Religion einerseits und Sozialismus andererseits als Herausforderung hinterlassen hat: „Religion ohne Sozialismus ist entleibter Geist, also auch nicht wahrhafter Geist; Sozialismus ohne Religion ist entgeisteter Leib, also auch nicht wahrhafter Leib. Aber: Sozialismus ohne Religion vernimmt die göttliche Ansprache nicht, er geht nicht auf Erwiderung aus, und doch geschieht es, dass er erwidert; Religion ohne Sozialismus vernimmt die Ansprache und erwidert nicht.“
Dank an Klaus Fuchs-Kittowski, von dem die Anregung kam, diesen Einstieg mit dem Werk und Wirken von Emil Fuchs zu verbinden. Und es ist sehr schön, dass anlässlich unseres Symposiums ein Buch erschien. Es ist die Auslegung des Evangeliums nach Markus, das Emil Fuchs unmittelbar in der Zeit vor Beginn des Zweiten Weltkriegs 1938 verfasst hat. Herausgegeben wurde es von Claus Bernet und Klaus Fuchs-Kittowski. Herzlichen Dank für diese schöne Arbeit. Ich darf auch sagen, dass es durch Claus Bernet Klaus Fuchs-Kittowski gewidmet worden ist.

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