Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen

Kurzmitteilung

Umfrage_DiskriminierungAn der Umfrage zu Erfahrungen mit Diskrimierungen von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung kann jede*r in Deutschland Lebende ab dem 14. Lebensjahr teilnehmen. Sie endet am 30. November 2015.

Egal ob jemand wegen tragens eines Kopftuches, des Geschlechts, des Alters oder der ethnischen Herkunft diskriminiert wurde, sollte er oder sie diese Erfahrungen im Fragebogen dokumentieren.

Weitere Infos unter: http://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ThemenUndForschung/Projekte/Umfrage_Diskriminierung_in_Deutschland/Umfrage_node.html

Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft

Gemeinsame Feststellung zur Ökumenischen Sozialinitiative des Vorsitzenden des Rates der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx

Am 28. Februar 2014 haben der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz mit dem Impulstext „Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft“ eine Ökumenische Sozialinitiative angestoßen. Genau 17 Jahre nach der Veröffentlichung des Gemeinsamen Wortes zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland „Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“ meldeten sich die Kirchen wieder gemeinsam zu den grundlegenden sozialen Herausforderungen zu Wort. Die verschiedenen Krisensituationen der vergangenen Jahre waren Anlass, noch einmal eine breite Diskussion über die Wirtschafts- und Sozialordnung in Gang zu bringen. Ziel der Ökumenischen Sozialinitiative ist es, sich sowohl mit einer sozialethischen Positionierung der Kirchen in die gesellschaftlichen Debatten einzubringen als auch eine grundlegende Diskussion über die aktuellen Herausforderungen in unserem Land anzustoßen.

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Auswertung der Präsentation der RLS auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 3. – 7. Juni 2015 in Stuttgart

„Viele spannende Debatten fanden außerhalb des Kirchentages statt – teilweise, weil sie den Veranstaltern zu politisch waren …“ Wolfgang Kessler, Chefredakteur, Publik-Forum Nr. 12/2015

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Buchtipp: Thilo Bode: TTIP – Die Freihandelslüge

Bode_Die_Freihandelsluege_TTIP_150x240„Das TTIP-Abkommen, wie es jetzt im Geheimen entworfen wird, dient nicht den beteiligten Ländern, der Mehrheit ihrer Bürger und der Mehrheit ihrer Bürger und der Mehrheit ihrer Unternehmen, und schon gar nicht dient es ärmeren Ländern. Es dient fast ausschließlich den großen, weltweit agierenden Konzernen, die ihre Marktanteile und ihren Einfluss absichern und ausbauen wollen.“ (Thilo Bode, TTIP-Die Freihandelslüge, Seite 9)

Diese Erkenntnis gewinnt Thilo Bode, der kein Freihandelsgegner ist, nach eingehenden Recherchen. Wozu brauchen wir ein Freihandelsabkommen zwischen zwei Wirtschaftsblöcken, wo kaum noch Zollschranken herrschen und täglich für zwei Milliarden Euro Waren gehandelt werden? Selbst die Befürworter haben in ihren Studien nur einen marginalen wirtschaftlichen Nutzen in Aussicht gestellt. Diese zentrale Frage führt den Autor in seinem 2015 bei der Deutschen Verlags Anstalt München erschienen Buch zu den sog. „nichttarifären Handelshemmnissen“. Diese zu beseitigen ist das eigentliche Ziel des Abkommens. Solche nichttarifäre Regelungen sind vor allem Umwelt-, Arbeits-, Gesundheitsstandards und Tierschutzgesetze, die ein unterschiedliches Denken und eine unterschiedliche Herangehensweise in den USA und Europa ausdrücken.

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Buchtipp: Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs

9783828833296_2„… IWF-Programme [haben] Millionen von Menschen den Arbeitsplatz genommen, ihnen den Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung, einem funktionierenden Bildungswesen und menschenwürdigen Unterkünften verwehrt. Sie haben ihre Nahrungsmittel bis zur Unbezahlbarkeit verteuert, die Obdachlosigkeit gefördert, alte Menschen um die Früchte lebenslanger Arbeit gebracht, die Ausbreitung von Krankheiten begünstigt, die Lebenserwartung verringert und die Säuglingssterblichkeit erhöht.

Am anderen Ende der gesellschaftlichen Leiter dagegen hat die Politik des IWF einer winzigen Schicht von Ultrareichen dazu verholfen, ihre riesigen Vermögen sogar in Krisenzeiten zu vermehren. Die von ihm geforderten Maßnahmen haben entscheidend dazu beigetragen, dass die weltweite soziale Ungleichheit ein in der Geschichte der Menschheit nie dagewesenes Ausmaß angenommen hat. Der Einkommensunterschied zwischen einem Sonnenkönig und einem Bettler am Ausgang des Mittelalters verblasst gegenüber dem Unterschied zwischen einem Hedgefond-Manager und einem Sozialhilfeempfänger von heute.“ (Ernst Wolf,Weltmacht IWF, Seite 10f)

„Weltmacht IWF – Chronik eines Neubeginns“ von Ernst Wolff beschreibt die Geschichte des IWF und seine Politik bis heute. Dabei wird deutlich herausgearbeitet, dass es sich beim IWF um keine demokratische Institution von Staaten, sondern um eine Art Kapitalgesellschaft mit einer Stimmverteilung nach den Kapitaleinlagen der einzelnen Staaten handelt. Die USA dominiert diesen, da sie auch die höchsten Einlagen hat. Dort haben die Gläubigerländer das Sagen gegenüber denjenigen wirtschaftlich schwachen Ländern, die sich häufiger an den IWF als letzten möglichen Kreditgeber wenden müssen.

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Arbeiterfotografie: Fotogalerie zum Kirchentag

Konflikt: Deckname für Kapitalverbrechen

Konflikt ist heute als verharmlosendes Synonym für Krieg gebräuchlich. Der Jugoslawien-Konflikt, der Ukraine-Konflikt und die vielen Konflikte in Afrika klingen dadurch so, als würden dort nicht täglich Verbrechen gegen die Menschlichkeit stattfinden. Als würde man sich halt mal streiten und dabei laut werden.

Doch die Fotos von solchen Konflikten zeigen die Zerstörung, das Elend und die Folgen die solche Konflikte hervorrufen.

Brot-für-die-Welt: Kritik an ifo-Studie zu Auswirkungen von TTIP auf Entwicklungs- und Schwellenländer

kommentar_ifo-studie_ttip_coverWie wird sich das Freihandelsabkommen zwischen EU und USA auf den ärmeren Rest der Welt auswirken? Die Behauptung der Befürworter: positiv oder gar nicht. Dafür wurde das umstrittene ifo-Institut in München mit einer Studie beauftragt, welche wie zu erwarten diese Behauptung auch bestätigt.

Brot für die Welt hat diese Studie geprüft und für schlecht befunden. Die Kritik ist in der Broschüre “Wunschdenken statt zeitgemäßer Wissenschaft”, die als PDF heruntergeladen werden kann, zusammengestellt.

Ein weiteres Papier stellt die Entwicklung der Verhandlungen über Handelsbeziehungen vor und zeichnet die Interessensgegensätze zwischen Industrienationen und vor allem den Afrikanischen Ländern auf.

Berichterstattung Kirchentag mit Erwähnung von rls Veranstaltungen

hier ein  interessanter ZDF-Bericht zum Kirchentag 2015 in Stuttgart.

Interessant für uns als Stiftung wird es vor allem ab der ca. 12. Minute, da geht es um unsere RLS-Veranstaltung auf dem Markt der Möglichkeiten zum Thema: Frieden wagen in Zeiten neuer Abschreckung mit dem Friedensbeauftragten der EKD Renke Brahms, Bodo Ramelow und Paul Russmann (Aktion ohne Rüstung leben). Seht selbst – aber es lohnt auch, sich mal den ganzen Film anzusehen – auch wegen der Deutung des Kirchentags und ggf. um diesen besser zu verstehen.

Auch Franz Alt lobt die Veranstaltung “Diese Wirtschaft tötet” in der Kontext Wochenzeitung:

http://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/217/nicht-radikal-genug-2913.html