Freihandel

TTIP_U-HerrmannUlrike Herrmann,

Journalistin und Publizistin hat für das Brüsseler Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine kleine Broschüre zum Thema

„Freihandel – Projekt der Mächtigen“ geschrieben.

Diese kann hier heruntergeladen werden »

 

 

 

 

 

 

Die politische Obsession mit dem Freihandel lässt sich nicht verstehen, wenn man sich nur die aktuellen Verhandlungen ansieht, sondern man muss in die Geschichte zurückgehen. Die vergangenen 250 Jahre erklären, wie die Industrieländer reich wurden, warum die Entwicklungsländer arm bleiben – und wieso der Freihandel nur den reichen Ländern nützt.

Die Autorin erklärt auch, warum Industriespionage und Patentdiebstahl sowie Protektionismus die eigentlichen Triebfedern der technologischen Entwicklung der heutigen Industrienationen sind.
Ausführlicher geht die Autorin auf die Geschichte des Kapitalsmus in ihrem Buch ein: „Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen„, Westend-Verlag, 2013.

 

«Mehr als prekär»

Prekarisierung ist die neue Normalität – LuXemburg 1/2015 fragt nach strategischen Ansätzen im prekären Alltag, nach einem neuen «Anker», nach Möglichkeiten alltagsnaher Organisierung.

Titelbild: Protest der 595 entlassenen Reinigungskräfte des griechischen Finanzministeriums in Athen, 2014, © Marios Lolos

Titelbild: Protest der 595 entlassenen Reinigungskräfte des griechischen Finanzministeriums in Athen, 2014, © Marios Lolos

Prekarisierung meint längst nicht mehr nur die Ausweitung unabgesicherter, schlecht bezahlter Arbeitsverhältnisse – also mehr bad-jobs – sie ist in alle Lebensbereiche eingewandert: Zeitstress, die Unmöglichkeit das eigene Leben planen zu können, Verdrängung aus den Städten und wachsende Reproduktionslücken. Prekarisierung ist neue ›Normalität‹ – und doch betrifft sie nicht alle gleichermaßen, sind die Möglichkeiten, mit vielfältigen Verunsicherungen umzugehen, stark klassenabhängig. Oft ist vom ›Prekariat‹ die Rede – doch wer ist damit gemeint? »Alle wollen ihm entfliehen, niemand will dazu gehören«, schreibt Loïc Wacquant in LuXemburg 1/2015 über das »postindustrielle Prekariat«.

Und doch: Griechenland spielt uns die Musik einer Neugründung Europas von unten vor – aus der Krise sind nicht nur Linderungen der größten Not, sondern auch politische Perspektiven für uns alle entstanden. Ob sie sich stabilisieren können, ist die drängende Frage. Auch Arbeitskämpfe in prekärem Gelände sind keinesfalls aussichtslos. Die zahlreichen Streiks der letzten Jahre – viele in Branchen, die als ›unorganisierbar‹ oder wegen geschlechtlicher Zuschreibungen als nicht ›kampffähig‹ galten – haben es gezeigt. Weiterlesen

Gerhard Schröders Agenda 2010

Analysen_Agenda

Analyse zum Herunterladen »

Zehn Jahre unsoziale Politik. Von Christoph Butterwegge. Reihe «Analysen».

Rund um das 10. Agenda-2010-Jubiläum ist eine richtige Schlacht um die Deutungshoheit im Hinblick darauf entbrannt, ob die Agenda-Politik ein Segen für Deutschland und seinen Arbeitsmarkt oder ein umfassendes Regierungsprogramm zur Pauperisierung, Prekarisierung und sozialen Polarisierung war. Die sozialdemokratischen Hauptrepräsentanten der Agenda 2010, etwa Gerhard Schröder, von manchen als «Gazprom-Gerd» verhöhnt, und Wolfgang Clement, mittlerweile zum FDP-Wahlkämpfer herabgesunken, tourten quer durch die Bundesrepublik und deren Medienlandschaft, um sich dafür selbst zu loben und ihre angeblichen Erfolge im Rahmen des Agenda-2010-Jubiläums noch einmal gemeinsam mit den mächtigsten und feinsten Kreisen der Gesellschaft, die von ihren Reformen teilweise in barer Münze profitiert haben, zu feiern.

Um die Agenda 2010 fundierter als ihre unkritischen Gratulanten beurteilen zu können, muss man ihre Entstehungsgeschichte, ihre zentralen Inhalte und ihre Auswirkungen daraufhin untersuchen, welche Ziele damit verfolgt und wessen Interessen bedient wurden, was im Folgenden geschehen soll.

Prekarität und kollektive Handlungsfähigkeit

Das Buch kann hier unter der CC-Lizenz heruntergeladen werden»

Das gedruckte Buch ist bei VSA: Verlag erhältlich.

© VSA: Verlag 2015, St. Georgs Kirchhof 6, 20099 Hamburg
288 Seiten | 2015 | EUR 16.80
ISBN 978-3-89965-638-1

Gewerkschaftsarbeit im Niedriglohnsektor. Das Beispiel USA. Von Catharina Schmalstieg.

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Dialog mit dem politischen Islam

Materialien_dialog-politischerisalm PDF zum Herunterladen »

Zwei Meinungen zu den Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit mit Akteuren des politischen Islam. Von Tanja Tabbara und Wilfried Telkämper (Hrsg.).

Der internationale Bereich (Zentrum für internationalen Dialog und Zusammenarbeit/ZID) der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird sich zukünftig mehr als bisher mit den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in muslimisch geprägten Ländern beschäftigen.

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Gekeler: Loyal dienen – Diskriminierendes Arbeitsrecht bei Caritas, Diakonie und Co.

Alibri, 2013
319 Seiten, kartoniert, Euro 22.-
Best.Nr. 691 170

Von allen kirchlichen Privilegien ist das sog. Kirchliche Arbeitsrecht, das Millionen von Menschen von Anstellungen als Ärztin, Altenpfleger, Hausmeister oder Verwaltungsangestellte ausschließt, wohl das größte Ärgernis. Dass in Sozialeinrichtungen, sobald sie in kirchlicher Trägerschaft sind, diverse Grundrechte für die Beschäftigten nicht mehr gelten, ist ein andauernder Skandal.
Corinna Gekeler hat im Zuge der Kampagne Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz (GerDiA) untersucht, wer von derlei Diskriminierung alles betroffen ist und wie weit die Eingriffe ins Privatleben reichen. Ihre nun in einer stark erweiterten Fassung als Buch erschienene Studie gliedert sich in drei Teile.

Das Buch erhalten Sie u.a. über denkladen.de – Bücher fürs Diesseits

Gemeinsame Werte

FlyerPositionen der LINKEN zu Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften

Die der Rosa Luxemburg Stiftung nahestehende Partei DIE LINKE hat in einem Flyer ihr Selbstverständnis im Verhältnis zu Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften zusammengefasst. Sie können sich den Flyer gern als PDF herunterladen.

Ein Papst geht

Den folgenden Text habe ich freundlicherweise von Michael Ramminger zur Verfügung gestellt bekommen:

Eine der mächtigsten und ältesten Institutionen formiert sich neu?

Nicht durch Tod, sondern durch Rücktritt muss ein neuer Papst in der römisch-katholischen Kirche gewählt werden. Benedikt XVI. ist der zweite Papst seit Coelestin V. 1294, der sein Pontifikat vorzeitig beendet. Was könnte einen an diesem Ereignis, selbst, wenn es so singulär in der Geschichte einer Institution ist, als Linken, in diesem Fall als linken Katholik interessieren? Weiterlesen