Kirchentag mal anders … Ein Beitrag für den Rundbrief des Instituts für Theologie und Politik von Selina Moll

Von Michael Ramminger habe ich folgenden interessanten Rückblick auf den Kirchentag erhalten:

Ich blicke zurück auf den 33. Evangelischen Kirchentag in Dresden und bin verwundert. Themen wie ziviler Ungehorsam, befreiende Theologien, engagierte Reden für Transformationsprozesse von unten, scharfe Kapitalismus- und Herrschaftskritik kommen mir in den Sinn. Was ist geschehen? Glauben wir den Zusammenfassungen des ZDF, dann ist der Kirchentag tatsächlich politisch gewesen! Und, ja, Aspekte wie der Atomausstieg, Afghanistaneinsatz, Stuttgart 21 kamen zur Sprache und wurden diskutiert. Außerdem gab es wieder mehr Resolutionen als bei den letzten Kirchentagen.

Genannt sei die Resolution „Für einen Raum für gleichgeschlechtliche Lebensformen in der Kirche“ und die Resolution „Gegen die Abschiebungen von Roma in die Republik Kosovo“. Vielleicht waren politische Themen beim diesjährigen Kirchentag mehr vertreten als in den letzten Jahren, vielleicht hat er sogar zur Politisierung von einzelnen Jugendlichen oder Gemeindemitgliedern geführt. Beim genauen Hinsehen fällt jedoch auf, dass ein übergeordnetes Thema fehlte und keine klare Positionierung des Kirchentags zu finden war. Weiterlesen

“Gott und die Welt” auf Lafontaines Linke

Auch Lafontaines Linke – Das Blog zur Partei beschäftigte sich mit dem Kirchentag. In dem Beitrag von Tom Strohschneider heißt es u.a.:

Im sächsischen Landtag wurde darüber gestritten, ob und wie viele Veranstaltungen die konfessionelle Megaveranstaltung im Parlament abhalten darf. CDU und FDP lehnten eine übermäßige Inanspruchnahme durch die Kirche ab – wohl weniger aus laizistischer Überzeugung. Die Liberalen sprachen es offen aus, ihnen ist Programm und Referentenliste des Kirchentags offenbar zu links. Weiterlesen

Religion muss Teil der Lösung sein!

Der dritte Kirchentagstag beginnt für mich mit ganz neuen Ansichten. Da ich gleich mit dem Team der RLS zum Kirchentagsgelände fahre, bin ich schon eine Stunde bevor die Türen für die Besucher geöffnet werden auf dem Markt der Möglichkeiten. Im Gewusel bereiten sich ganz viele Standbesatzungen auf den neuerlichen Menschenandrang vor.  Während ich das Treiben beobachte, kommen einige Kolleginnen und Kollegen von Nachbarständen auf mich zu, die offensichtlich auch aus Thüringen kommen. Vertreterinnen einer Krebs-Selbsthilfegruppe, der Verband der Organspender, die Nierentransplantierten – alle bitten mich für Fotos und Gespräche an ihren Stand. Ein schöner Start in den Tag :o).

 

Mit Kerstin Griese am Stand der SPDIm Tagesverlauf statte ich dann dem Stand der SPD einen Besuch ab, denn Kerstin Griese, die religionspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, und Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter sind da. Da ich mit beiden seit vielen Jahren an verschiedenen Stellen gut zusammengearbeitet habe, freue ich mich sie nun hier in Dresden zu treffen. Nachdem ich schon eine Weile da sitze, kommt auch noch der kurzzeitige bayrische Ministerpräsident Günter Beckstein hinzu. Wir sind uns einig, dass wir beide – er als Protestant in der CSU und ich als Christ in der LINKEN – wissen was es bedeutet Teil einer Minderheit zu sein.

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Videomitschnitt zu “Religion muss Teil der Lösung sein!”

Heute debattierte die Rosa Luxemburg Stiftung mit Gästen über

Integrationsdebatten in Deutschland – Religion muss Teil der Lösung sein!”

Auf dem Podium saßen: Rabbiner Walter Homolka (Potsdam), Aiman Mazyek (Zentralrat der Muslime in Deutschland, Aachen), Pastorin Elfriede Begrich (Alt-Pröpstin, Erfurt/Berlin), Christine Buchholz (MdB DIE LINKE), Bodo Ramelow (MdL DIE LINKE, Erfurt)

Einen Videomitschnitt dieser spannenden Diskussion finden Sie unter folgendem Link: http://www.ustream.tv/recorded/15134197