Buchtipp: Thilo Bode: TTIP – Die Freihandelslüge

Bode_Die_Freihandelsluege_TTIP_150x240„Das TTIP-Abkommen, wie es jetzt im Geheimen entworfen wird, dient nicht den beteiligten Ländern, der Mehrheit ihrer Bürger und der Mehrheit ihrer Bürger und der Mehrheit ihrer Unternehmen, und schon gar nicht dient es ärmeren Ländern. Es dient fast ausschließlich den großen, weltweit agierenden Konzernen, die ihre Marktanteile und ihren Einfluss absichern und ausbauen wollen.“ (Thilo Bode, TTIP-Die Freihandelslüge, Seite 9)

Diese Erkenntnis gewinnt Thilo Bode, der kein Freihandelsgegner ist, nach eingehenden Recherchen. Wozu brauchen wir ein Freihandelsabkommen zwischen zwei Wirtschaftsblöcken, wo kaum noch Zollschranken herrschen und täglich für zwei Milliarden Euro Waren gehandelt werden? Selbst die Befürworter haben in ihren Studien nur einen marginalen wirtschaftlichen Nutzen in Aussicht gestellt. Diese zentrale Frage führt den Autor in seinem 2015 bei der Deutschen Verlags Anstalt München erschienen Buch zu den sog. „nichttarifären Handelshemmnissen“. Diese zu beseitigen ist das eigentliche Ziel des Abkommens. Solche nichttarifäre Regelungen sind vor allem Umwelt-, Arbeits-, Gesundheitsstandards und Tierschutzgesetze, die ein unterschiedliches Denken und eine unterschiedliche Herangehensweise in den USA und Europa ausdrücken.

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Buchbesprechung: Mark Blyth: Wie Europa sich kaputtspart

15600457„Austerität ist die Strafe, die schmerzhafte Rückkehr zur Tugend nach der unmoralischen Party, nur dass sich nicht alle der schmerzhaften Diät unterziehen müssen. Wenige von uns waren zum Fest geladen, aber alle sollen wir die Rechnung bezahlen.“ (Mark Blyth, Seite 37)

Der politische Ökonom Mark Blyth untersucht in seinem 2014 erschienenen Buch „Wie sich Europa kaputtspart“ das im englischen Originaltitel „Austerity, the history of a dangerous idea“ (2013) heißt, die Beispiele von Austerität in der kurzen Geschichte des Kapitalismus und stellt fest:

„Austerität funktioniert ganz offensichtlich nicht. Statt die Schulden zu reduzieren und Wachstum zu fördern, erhöhen die sparpolitischen Maßnahmen das Risiko von Staatsanleihen.“ (Mark Blyth, Seite 26)

Doch die Risiken sind weit aus größer:

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Diese Wirtschaft tötet

Segbers_Wiesgickl_UmschlagBuchpräsentation

am Freitag,
dem 5. Juni 2015,
11:15 bis 12:45

Ort: Stuttgart, Ökumenesaal der alt-katholischen Gemeinde, Katharinenplatz 5 /Ecke Olgastrasse.

Vorstellung des Buches durch Ministerpräsident Bodo Ramelow
Diskussionsrunde über die Thematik des Buches mit:
Dr. Wolfgang Gern, Präsident des Diakonischen Werkes Hessen und Nassau, Conny Hildebrandt, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Prof. Dr. Franz Segbers

Moderation: Dr. Wolfgang Kessler, Chefredakteur Publik-Forum

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Freihandel

TTIP_U-HerrmannUlrike Herrmann,

Journalistin und Publizistin hat für das Brüsseler Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine kleine Broschüre zum Thema

„Freihandel – Projekt der Mächtigen“ geschrieben.

Diese kann hier heruntergeladen werden »

 

 

 

 

 

 

Die politische Obsession mit dem Freihandel lässt sich nicht verstehen, wenn man sich nur die aktuellen Verhandlungen ansieht, sondern man muss in die Geschichte zurückgehen. Die vergangenen 250 Jahre erklären, wie die Industrieländer reich wurden, warum die Entwicklungsländer arm bleiben – und wieso der Freihandel nur den reichen Ländern nützt.

Die Autorin erklärt auch, warum Industriespionage und Patentdiebstahl sowie Protektionismus die eigentlichen Triebfedern der technologischen Entwicklung der heutigen Industrienationen sind.
Ausführlicher geht die Autorin auf die Geschichte des Kapitalsmus in ihrem Buch ein: „Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen„, Westend-Verlag, 2013.

 

Gerhard Schröders Agenda 2010

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Analyse zum Herunterladen »

Zehn Jahre unsoziale Politik. Von Christoph Butterwegge. Reihe «Analysen».

Rund um das 10. Agenda-2010-Jubiläum ist eine richtige Schlacht um die Deutungshoheit im Hinblick darauf entbrannt, ob die Agenda-Politik ein Segen für Deutschland und seinen Arbeitsmarkt oder ein umfassendes Regierungsprogramm zur Pauperisierung, Prekarisierung und sozialen Polarisierung war. Die sozialdemokratischen Hauptrepräsentanten der Agenda 2010, etwa Gerhard Schröder, von manchen als «Gazprom-Gerd» verhöhnt, und Wolfgang Clement, mittlerweile zum FDP-Wahlkämpfer herabgesunken, tourten quer durch die Bundesrepublik und deren Medienlandschaft, um sich dafür selbst zu loben und ihre angeblichen Erfolge im Rahmen des Agenda-2010-Jubiläums noch einmal gemeinsam mit den mächtigsten und feinsten Kreisen der Gesellschaft, die von ihren Reformen teilweise in barer Münze profitiert haben, zu feiern.

Um die Agenda 2010 fundierter als ihre unkritischen Gratulanten beurteilen zu können, muss man ihre Entstehungsgeschichte, ihre zentralen Inhalte und ihre Auswirkungen daraufhin untersuchen, welche Ziele damit verfolgt und wessen Interessen bedient wurden, was im Folgenden geschehen soll.

Gekeler: Loyal dienen – Diskriminierendes Arbeitsrecht bei Caritas, Diakonie und Co.

Alibri, 2013
319 Seiten, kartoniert, Euro 22.-
Best.Nr. 691 170

Von allen kirchlichen Privilegien ist das sog. Kirchliche Arbeitsrecht, das Millionen von Menschen von Anstellungen als Ärztin, Altenpfleger, Hausmeister oder Verwaltungsangestellte ausschließt, wohl das größte Ärgernis. Dass in Sozialeinrichtungen, sobald sie in kirchlicher Trägerschaft sind, diverse Grundrechte für die Beschäftigten nicht mehr gelten, ist ein andauernder Skandal.
Corinna Gekeler hat im Zuge der Kampagne Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz (GerDiA) untersucht, wer von derlei Diskriminierung alles betroffen ist und wie weit die Eingriffe ins Privatleben reichen. Ihre nun in einer stark erweiterten Fassung als Buch erschienene Studie gliedert sich in drei Teile.

Das Buch erhalten Sie u.a. über denkladen.de – Bücher fürs Diesseits

Ulrich Duchrow: Gieriges Geld

Ich freue mich, auf das folgende, topaktuelle Buch hinweisen zu können:

Durchrow: Gieriges Geld Gieriges Geld

Auswege aus der Kapitalismusfalle – Befreiungstheologische Perspektiven

Inhalt

I. Tödliche strukturelle, kulturelle und persönliche Gier in Antike und Moderne
Kapitel 1: Logik, Spiritualität und Strukturen der Geldökonomie
Kapitel 2: Politik und Kultur in der modernen Geldzivilisation

II. Befreiende Religionen und Philosophien der Achsenzeit
Kapitel 3: Propheten und Tora des Alten Israel und Juda
Kapitel 4: Buddhismus
Kapitel 5: Griechische Philosophie
Kapitel 6: Jesusbewegung und Urchristentum
Kapitel 7: Islam

III. Befreiende Theologien und Spiritualität heute
Kapitel 8: Christliche Befreiungstheologien in Lateinamerika, Afrika, Asien, USA, Europa und der weltweiten Ökumene
Kapitel 9: Befreiungstheologien im Judentum, Islam, Buddhismus
Kapitel 10: Interreligiöse Kritik der von gierigem Geld getriebenen Moderne

IV. Handeln in der tödlichen Krise der westlichen Zivilisation
Kapitel 11: Realutopie einer Lebenskultur der Transmoderne
Kapitel 12: Wege zum Leben in gerechten Beziehungen Weiterlesen