Franz Segbers: »… die Klage der Armen ebenso zu hören wie die Klage der Erde«.

Die Schöpfungsenzyklika des Papstes fordert eine »kulturelle Revolution« gegen ein »strukturell perverses System von Eigentumsverhältnissen«

Papst Franziskus hat mit seiner neuen Enzyklika »Über die Sorge für das gemeinsame Haus«[1] zu den sozialen und ökologischen Krisen ungeheure Aufmerksamkeit erregt. Er tritt auf als Anwalt des geschändeten Planeten und der Armen. Die renditegetriebene kapitalistische Wirtschaft und der exzessive Lebensstil der Reichen gefährden die Zukunft des Planeten. »Wir kommen jedoch heute nicht umhin anzuerkennen, dass ein wirklich ökologischer Ansatz sich immer in einen sozialen Ansatz verwandelt, der die Gerechtigkeit in die Umweltdiskussionen aufnehmen muss, um die Klage der Armen ebenso zu hören wie die Klage der Erde« (49).

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