Hessen-Nassaus Kirchensynode hat sich deutlich gegen einen neuen Militäreinsatz gewandt.

Ein Freundschaftsdienst für Frankreich könne auch die Mahnung zu Besonnenheit sein.

Frankfurt a.M. 28. November 2015. Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat sich am Samstag deutlich gegen Kampfeinsätze deutscher Truppen im Nahen und Mittleren Osten ausgesprochen. Militärische Mittel seien nicht geeignet, den Terror des sogenannten Islamischen Staats erfolgreich zu bekämpfen, heißt es in einer Resolution, die die Synode auf ihrer Tagung in Frankfurt am Main beschloss. Waffengewalt locke zwar mit schnellen Wirkungen. Die Erfahrungen aus Afghanistan und dem Irak hätten aber gezeigt, dass Militäreinsätze „nach der Logik eines Territorialkrieges“ nicht geeignet seien, islamistischen Terror zu bekämpfen, zumal er inzwischen „in den Köpfen vieler Menschen in vielen Ländern entsteht“. Stattdessen hätten die Militäreinsätze „eine ganze Region destabilisiert, viele Millionen Menschen ins Elend gestürzt, den islamistischen Terror gestärkt und die Flüchtlingsbewegungen dieser Tage mit ausgelöst“. Bei den aktuell geplanten Einsätzen fehle zudem ein UN-Mandat.

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