Buchtipp: Thilo Bode: TTIP – Die Freihandelslüge

Bode_Die_Freihandelsluege_TTIP_150x240„Das TTIP-Abkommen, wie es jetzt im Geheimen entworfen wird, dient nicht den beteiligten Ländern, der Mehrheit ihrer Bürger und der Mehrheit ihrer Bürger und der Mehrheit ihrer Unternehmen, und schon gar nicht dient es ärmeren Ländern. Es dient fast ausschließlich den großen, weltweit agierenden Konzernen, die ihre Marktanteile und ihren Einfluss absichern und ausbauen wollen.“ (Thilo Bode, TTIP-Die Freihandelslüge, Seite 9)

Diese Erkenntnis gewinnt Thilo Bode, der kein Freihandelsgegner ist, nach eingehenden Recherchen. Wozu brauchen wir ein Freihandelsabkommen zwischen zwei Wirtschaftsblöcken, wo kaum noch Zollschranken herrschen und täglich für zwei Milliarden Euro Waren gehandelt werden? Selbst die Befürworter haben in ihren Studien nur einen marginalen wirtschaftlichen Nutzen in Aussicht gestellt. Diese zentrale Frage führt den Autor in seinem 2015 bei der Deutschen Verlags Anstalt München erschienen Buch zu den sog. „nichttarifären Handelshemmnissen“. Diese zu beseitigen ist das eigentliche Ziel des Abkommens. Solche nichttarifäre Regelungen sind vor allem Umwelt-, Arbeits-, Gesundheitsstandards und Tierschutzgesetze, die ein unterschiedliches Denken und eine unterschiedliche Herangehensweise in den USA und Europa ausdrücken.

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Brot-für-die-Welt: Kritik an ifo-Studie zu Auswirkungen von TTIP auf Entwicklungs- und Schwellenländer

kommentar_ifo-studie_ttip_coverWie wird sich das Freihandelsabkommen zwischen EU und USA auf den ärmeren Rest der Welt auswirken? Die Behauptung der Befürworter: positiv oder gar nicht. Dafür wurde das umstrittene ifo-Institut in München mit einer Studie beauftragt, welche wie zu erwarten diese Behauptung auch bestätigt.

Brot für die Welt hat diese Studie geprüft und für schlecht befunden. Die Kritik ist in der Broschüre „Wunschdenken statt zeitgemäßer Wissenschaft“, die als PDF heruntergeladen werden kann, zusammengestellt.

Ein weiteres Papier stellt die Entwicklung der Verhandlungen über Handelsbeziehungen vor und zeichnet die Interessensgegensätze zwischen Industrienationen und vor allem den Afrikanischen Ländern auf.

PUBLIK FORUM: Fair Trade statt Freihandel

Samstag, 6. Juni 2015 von 15.30 – 17 Uhr im Publik-Forum-Zentrum

Das Publik-Forum-Zentrum finden Sie während des Kirchentages im Kolpinghaus. Es liegt in der Stuttgarter Innenstadt.

Wo? Heusteigstr. 66, Tel. 0711/64951–0
Wie? Sie erreichen das Kolpinghaus bequem über die U-Bahn-Haltestelle Marienplatz (6 Minuten Fußweg) oder über die S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte (12 Minuten Fußweg).
Die nahe U-Bahn und Bushaltestelle Österreichischer Platz wird angefahren, befindet sich aber im Umbau (kein Lift). Der große Saal hat 380 Plätze. Es empfiehlt sich deshalb, früher zu kommen. Das Haus bietet Möglichkeiten zum Austausch. Getränke und ein Imbiss werden auch angeboten.
Der Eintritt ist frei.
Wolfgang Kessler referiert über die geheimen Pläne hinter den Freihandelsabkommen TTIP,  Ceta und Tisa sowie die möglichen Folgen für die Beschäftigten, die Umwelt und die Gesundheit. Kessler beschreibt zudem die Vision eines gerechten Welthandels als Alternative zum Freihandelskonzept.
Weitere Veranstaltungen von Publik Forum sind auf dem „Wegweiser Kirchentag“ zu erfahren, der hier heruntergeladen werden kann.

Freihandel

TTIP_U-HerrmannUlrike Herrmann,

Journalistin und Publizistin hat für das Brüsseler Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine kleine Broschüre zum Thema

„Freihandel – Projekt der Mächtigen“ geschrieben.

Diese kann hier heruntergeladen werden »

 

 

 

 

 

 

Die politische Obsession mit dem Freihandel lässt sich nicht verstehen, wenn man sich nur die aktuellen Verhandlungen ansieht, sondern man muss in die Geschichte zurückgehen. Die vergangenen 250 Jahre erklären, wie die Industrieländer reich wurden, warum die Entwicklungsländer arm bleiben – und wieso der Freihandel nur den reichen Ländern nützt.

Die Autorin erklärt auch, warum Industriespionage und Patentdiebstahl sowie Protektionismus die eigentlichen Triebfedern der technologischen Entwicklung der heutigen Industrienationen sind.
Ausführlicher geht die Autorin auf die Geschichte des Kapitalsmus in ihrem Buch ein: „Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen„, Westend-Verlag, 2013.