Gemeinsame Erklärung des Papstes mit dem ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. und dem orthodoxen Erzbischof Hieronymus II.

Zitat

Zitiert nach Radio Vatican http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/16/papst_auf_lesbos_gemeinsame_erkl%C3%A4rung/1223167

Wir, Papst Franziskus, der Ökumenische Patriarch Bartholomäus und Erzbischof Hieronymus von Athen und ganz Griechenland, haben uns auf der griechischen Insel Lesbos getroffen, um unsere tiefe Besorgnis über die tragische Lage der zahlreichen Flüchtlinge, Migranten und Asylsuchenden zum Ausdruck zu bringen, die nach Europa gekommen sind, weil sie vor Konfliktsituationen und – in vielen Fällen – vor der täglichen Bedrohung ihres Lebens geflohen sind. Die Weltöffentlichkeit darf ihre Augen nicht verschließen vor der ungeheuren humanitären Krise, die durch die Ausbreitung von Gewalt und bewaffneten Konflikten, durch Verfolgung und Vertreibung religiöser und ethnischer Minderheiten und durch die Entwurzelung von Familien aus ihrer Heimat unter Verletzung ihrer Menschenwürde und ihrer grundlegenden Menschenrechte und Freiheiten entstanden ist.

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Angriff auf die »Älteste Tochter der Kirche«

Von Ingolf Bossenz im Neuen Deutschland vom 18.11. 2015

Das Massaker von Paris wirft auch düstere Schatten auf das fragile Verhältnis zwischen Christen und Muslimen

Die grausame Ironie des jüngsten Massakers islamistischer Schlächter ist, das es in dem Land erfolgte, dessen stolzer Ehrenname »Älteste Tochter der katholischen Kirche« die Jahrhunderte bis heute überdauerte. Als der Merowinger-König Chlodwig I., der durch seine Konversion zum Katholizismus das Frankenreich als erstes Staatsgebiet diesem Glaubenssystem zugeführt hatte, im Jahre 511 starb, war der Erfinder und Begründer des Islams, Mohammed (570/73-632), noch nicht einmal geboren.

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Grauen – Glaube

Ingolf Bossenz über die Mission von Papst Franziskus in Afrika

Neues Deutschland, 24.11. 2015

»Das Grauen! Das Grauen!« Dass die letzten Worten des belgischen Elfenbeinhändlers Kurtz von düsterer Prophetie erfüllt waren, die mehr als ein Jahrhundert überdauern würde, konnte Joseph Conrad nicht ahnen. 1899 war dessen Erzählung »Herz der Finsternis« mit Kurtz als monströsem Protagonisten erschienen.

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Papst Franziskus als Kapitalismuskritiker

Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg am 2.12. 2015:

Diskussion / Vortrag
Mit Dr. Michael Ramminger, katholischer Theologe, Institut für Theologie und Politik, Münster
Mittwoch, 02.12.2015 | 19:00 Uhr bis 21:30 Uhr

Vor-Ort-Büro-Hansaplatz, Hamburg
Zimmerpforte 8
20099 Hamburg

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Ein Papst geht

Den folgenden Text habe ich freundlicherweise von Michael Ramminger zur Verfügung gestellt bekommen:

Eine der mächtigsten und ältesten Institutionen formiert sich neu?

Nicht durch Tod, sondern durch Rücktritt muss ein neuer Papst in der römisch-katholischen Kirche gewählt werden. Benedikt XVI. ist der zweite Papst seit Coelestin V. 1294, der sein Pontifikat vorzeitig beendet. Was könnte einen an diesem Ereignis, selbst, wenn es so singulär in der Geschichte einer Institution ist, als Linken, in diesem Fall als linken Katholik interessieren? Weiterlesen

Frohe Botschaft, bittere Realität

Cornelia Hildebrandt über die geostrategischen Dimensionen der Politik des Vatikans

Vor dem aktuellen Hintergrund des Rücktritts von Papst Benedikt XVI. ist heute im Neuen Deutschland ein sehr lesenswerter Artikel unter der obigen Überschrift erschienen, der die aktuelle Situation der Katholischen Kirche beleuchtet.

Bodo Ramelow auf domradio.de

Auf domradio.de kann man unter der Überschrift Bodo Ramelow zum Linken-Protest gegen die Papstrede im Bundestag – Nachtreten? Schwierig! ein Interview mit dem Thüringer Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion, Bodo Ramelow, lesen. In dem Interview sagt Ramelow u.a.:

Wenn man eine Einladung ausspricht, auch diese Einladung, dann muss man ihr hinterher mit Höflichkeit folgen. Ich selber war als Vertreter des Deutschen Bundestages bei Benedikt XVI. zu einer Audienz. Da waren die kirchen- und religionspolitischen Sprecher des Bundestages gemeinsam dort. Für mich als evangelischen Christen war das eine spannende Veranstaltung. Und ehrlich gesagt, freue ich mich auch darauf, dass Benedikt XVI. im Augustinerkloster zu Erfurt meiner evangelischen Kirche zugesagt hat. Ich hoffe immer noch darauf, dass in Richtung Ökumene ein bisschen was in Gang kommt.

Dann kommt das Gespräch noch auf die SED: Weiterlesen